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Eiweißfuttermittel in der Tierhaltung
Behauptet wird, dass Deutschland immer mehr Soja importiert, vor allem für die Tierfütterung.

Tatsache ist, dass Getreide wegen der hohen Erträge ein wichtiger Eiweißlieferant ist. Bei Eiweißpflanzen müssen die Erträge noch steigen.

Fakten: 
  • Die deutschen Importe von Sojaprodukten (ca. 4 bis 4,5 Mio. Tonnen) haben sich in den vergangenen Jahren etwas verringert.
  • Der Selbstversorgungsgrad an Eiweißfuttermitteln liegt bei etwa 70 %. Über 90 % der insgesamt verwendeten Futtermittel stammt aus Deutschland.



  • Der heimische Eiweißpflanzenanbau steht im Wettbewerb mit den hohen Getreide und Rapserträgen, die in Deutschland möglich sind. Daher ist Europa stark beim Getreideexport, Nordund Südamerika hingegen beim Sojaexport.
  • Ein Weizenfeld von 1 ha liefert ca. 850 kg Eiweiß. Wird Soja auf der Fläche angebaut, ist der „Eiweißgewinn“ lediglich etwa 200 kg je ha, die Gesamternte beträgt nur etwa 1.000 bis 1.100 kg je ha. Andere Leguminosen haben noch geringere Hektarerträge.
  • Eiweißpflanze Nr. 1 in Deutschland ist der Winterraps; allein mit Rapsschrot  werden ca. 2 Millionen Tonnen Sojaschrot-Importe ersetzt.
  • Erfolgversprechend sind vor allem Anstrengungen in der Züchtung heimischer Eiweißpflanzen.
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