DBV
Agrarwirtschaft

Landwirtschaft hat Zukunft

Von Michael Gneuss und Katharina Lehmann

Die deutsche Landwirtschaft hat ein schwieriges Jahr hinter sich – und blickt trotzdem optimistisch in die Zukunft. Unter anderem heben die höhere Zahl von Auszubildenden und die steigende Produktivität die Stimmung. Wachstum sieht der Sektor künftig vor allem im Export. Aufgrund günstiger Standortbedingungen können deutsche Höfe einen zunehmenden Beitrag zur Ernährung der Weltbevölkerung leisten.
 
Nach Frankreich ist Deutschland der zweitgrößte Agrarproduzent der Europäischen Union. Während unsere Nachbarn zwischen Normandie und Provence im Jahr 2014 einen Gesamtwert der landwirtschaftlichen Produktion von 73,3 Milliarden Euro – und damit rund 18 Prozent der europäischen Agrarproduktion erwirtschaftete – folgt Deutschland mit einem Produktionswert von 51,2 Milliarden Euro im EU-Vergleich auf Platz zwei. Die Bundesrepublik steuert damit 12,6 Prozent der gesamten deutschen Agrarproduktion bei. Den dritten Platz belegte Italien mit 50,1 Milliarden Euro beziehungsweise 12,3 Prozent. So geht es aus dem Situationsbericht 2015/16 des Deutschen Bauernverbandes hervor.
 
Auch im Jahr 2015 wird die deutsche Landwirtschaft wohl hinter Frankreich den eu-weit zweiten Platz einnehmen. Leicht hatten es die Bauern in diesem Jahr allerdings nicht. Weil die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse wie Milch, Fleisch und Getreide auf den Weltmärkten stark gefallen sind, haben die deutschen Bauern im Wirtschaftsjahr 2014/15 so wenig Geld verdient wie seit Jahren nicht. Und im laufenden Jahr sei die Lage nicht besser, warnt Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes. Als Hauptgrund sieht er die Konjunkturschwächen von Schwellenländern wie Brasilien und China, die weniger landwirtschaftliche Erzeugnisse nachfragen. Zudem fällt Russland auch weiterhin wegen des Embargos als Nachfrager aus. [...]
 

 
Publikation "Agrarwirtschaft in Deutschland" (PDF) >>




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