DBV
Ackerbau

Berliner Forum 2019

Neue Züchtungsmethoden und das EU-Recht

Rechtliche Rahmenbedingungen zum Erhalt der Wertschöpfung und Perspektiven einer nachhaltigen Pflanzenzüchtung in Europa 

 
Mit der Reihe „Berliner Forum“ geben die drei Veranstalter – Deutscher Bauernverband e.V., Deutsche Gesellschaft für Agrarrecht e.V. und die Edmund Rehwinkel-Stiftung – Anstöße für die rechtspolitische Diskussion zu aktuellen Themen aus der Land- und Ernährungswirtschaft. In diesem Jahr befasst sich das  Forum mit den Auswirkungen des EuGH-Urteil C-528/16 auf die neuen Züchtungsmethoden (NBTs).
 
Die Pflanzenzüchtung stellt der Landwirtschaft kontinuierlich neue Sorten zur Verfügung. Bei der Selektion stehen nicht allein Ertrag und Nährstoffeffizienz, sondern auch Resistenzen gegenüber Krankheiten, Schädlingen und abiotischen Faktoren sowie die Anpassung an den Klimawandel im Fokus. Landwirte haben grundsätzlich an einer vielfältigen mittelständisch geprägten Pflanzenzüchtung ein hohes Interesse. Gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels werden Landwirte umso mehr auf Innovationen in der Pflanzenzüchtung angewiesen sein. Eine Vielzahl züchterischer Instrumente tragen dazu bei, eine effiziente und erfolgreiche Züchtung voranzutreiben und damit langwierige Abläufe der klassischen Züchtung zu umgehen oder zu beschleunigen.
 

In einer im Rechtsalltag nicht selbstverständlichen Eindeutigkeit hat der EuGH mit seinem Urteil C-528/16 nun festgestellt, dass durch Mutagenese gewonnene Organismen Genetisch veränderte Organismen (GVO) im Sinne der GVO-Richtlinie 2001/18 sind. Gegenstand des Berliner Forums soll nun entsprechend die Frage sein, welche rechtlichen Regulierungsmaßnahmen in der Pflanzenzüchtung existieren, welche Herausforderung sie an die beteiligten Akteure stellen und inwiefern der Rechtsrahmen modernisiert werden muss.

 
 
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