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Pressemeldungen  | 25.01.2019

Lernen in einer zunehmend digitalisierten grünen Branche – Der Mensch bleibt im Mittelpunkt

Veränderte Rahmenbedingungen und neue berufliche Anforderungen stellen das zukünftige Lernen in der zunehmend digitalisierten grünen Branche kontinuierlich vor neue Herausforderungen. Erfolgreiche, nachhaltig angelegte Qualifizierung ist vor dem Hintergrund der fortschreitenden Digitalisierung nur unter hervorragenden bildungs- und gesellschaftspolitischen, institutionellen und konzeptionellen Rahmenbedingungen möglich. Im Zentrum der Aus-, Fort- und Weiterbildung im Grünen Bereich müssen weiterhin die Menschen in ihrer jeweiligen Berufs- und Betriebspraxis stehen. Dafür sind in der Bildungspraxis passgenaue und praxisnah umsetzbare Konzepte gefragt.

 

Diese Schlussfolgerungen resultierten aus den Fachimpulsen und den anschließenden intensiven Diskussionen des Fachforums „Lernen mit und für die Zukunft - Neue Wege des Lernens in der grünen Branche und in einer digitalen Welt“ im Rahmen des Zukunftsforums Ländliche Entwicklung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft auf der Internationalen Grünen Woche Berlin 2019. Das Fachforum wurde in Kooperation des Bundesverbandes Landwirtschaftlicher Fachbildung (vlf) und der Andreas Hermes Akademie (AHA) unter Moderation von Dr. Andreas Quiring (AHA) durchgeführt. vlf-Präsident Johann Biener brachte als Praktiker einen kreativen „Blick aus der Zukunft in die zurückliegende Zukunft“ auf das vielfältige Thema ein und lieferte vielfältige Anregungen für die Diskussion. Praxisnahe fachliche Erläuterungen und konkrete Zukunftsbetrachtungen zur Sache lieferte Professorin Dr. Julia Knopf (Fachdidaktikerin von der Universität Saarbrücken).

 

Bei der Diskussion mit insgesamt etwa 80 Vertreter/innen von verschiedenen Bildungs- und Wissenschaftseinrichtungen, Verbänden und Agrar- bzw. Bildungsverwaltung wurde betont, dass auch in digitalisierten Zeiten der einzelne Mensch weiterhin im Zentrum der Grünen Bildung stehen wird. Unverzichtbar sind dafür gezielte, pädagogisch durchdachte Kombinationen von verschiedenen Lernmethoden für Präsenz- und Onlinelernen. Übereinstimmung herrschte bei der Einschätzung, dass die Vermittlung persönlich-sozialer, kommunikativer und (selbst)kritischer methodischer Kompetenzen einen hohen Stellenwert bei der zukünftigen beruflichen Qualifizierung behalten muss.

 



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