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Pressemeldungen  | 26.06.2019

Unterstützung für Veränderung

Landwirtschaftsministerin Klöckner beim Deutschen Bauerntag

Im Rahmen des Deutschen Bauerntags 2019 im sächsischen Schkeuditz spricht Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner den Landwirten Mut zur Veränderung zu und verspricht dabei zu unterstützen: „Klimaschutz, Artenvielfalt, Tierwohl: Die Bauern stehen unter einem enormen Druck der öffentlichen Erwartungen. Dabei tut sich viel in der Landwirtschaft. Ich sehe eine neue Offenheit gerade der jungen Landwirte für ambitionierten Umwelt-, Natur- und Klimaschutz. Aber sie sehen sich nicht nur als Landschaftsgärtner, sondern sie sind Unternehmer, die Lebensmittel nachhaltig erzeugen wollen. Planungssicherheit ist die Voraussetzung für den Mut der jungen Generation, den grünen Berufsweg einzuschlagen. Und ich will den Bauernfamilien helfen, raus aus der pauschalen Anklageecke zu kommen. Denn die Erzeugung von Nahrungsmittel ist lebenswichtig. Auch weltweit. Nicht nostalgisch-romantische Bilder einer alten Landwirtschaft, sondern Innovation, Forschung und Digitalisierung geben das Bild der aktuellen Agrarwirtschaft wieder.

 

Auch wir Verbraucher stehen in der Pflicht. Es ist zu einfach, der Landwirtschaft beim Klimaschutz einseitig den schwarzen Peter zuzuschieben, dabei aber den Steingarten vor der eigenen Haustür zu vergessen. Jeder trägt Verantwortung. Uns muss es gelingen, die Landwirtschaft wieder zu einem Projekt der ganzen Gesellschaft zu machen. Denn mehr Tierwohl beispielsweise entscheidet sich nicht allein im Stall, sondern auch an der Ladenkasse.

 

Und es muss mehr erklärt werden. Zu häufig prägen Schuldzuweisungen und Verkürzungen die Debatte um Landwirtschaft. Zum Beispiel beim Thema Pflanzenschutz - ohne den es nicht geht. Unsere Supermarktregale sind deshalb so gut und hochwertig gefüllt, weil Ernten geschützt werden. Gleichzeitig wird der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln durch neue, digitale Technologien immer weiter reduziert. Kaum eine Branche ist so innovativ wie die Landwirtschaft. Diesen Diskussionen sollte sich die Branche noch stärker und noch offensiver stellen - mit offenem Visier."



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